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Messe Frankfurt und China Electricity Council kooperieren im Energie- und Stromsektor

23.09.2026

Die Messe Frankfurt und der China Electricity Council (CEC) wollen ihre Kompetenzen im Energie- und Stromsektor bündeln. Im Rahmen einer neuen Kooperation sollen Möglichkeiten für Messen und Veranstaltungen rund um Energie- und Stromversorgung entwickelt werden.

Lesedauer: 3 Minuten

  • Messe Frankfurt und der China Electricity Council wollen ihre Kompetenzen im Energie- und Stromsektor bündeln. 
  • Die Kooperation soll neue Möglichkeiten für Messen und Veranstaltungen rund um Stromversorgung, Nachhaltigkeit und Energieinfrastruktur eröffnen. 
  • Die steigende Stromnachfrage durch KI-Rechenzentren, Elektrofahrzeuge, Industrie und Kühlung erhöht den Bedarf an neuen Technologien und Infrastruktur. 
  • China spielt als großer Markt für grüne Energie, Netzausbau und neue Energietechnologien eine zentrale Rolle. 
  • Ziel der Zusammenarbeit ist es, chinesische Technologieanbieter mit internationalen Märkten zu verbinden und den Wissenstransfer zu stärken.

Der weltweite Stromverbrauch wächst. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) soll er von 28.600 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2025 auf 30.700 TWh im Jahr 2027 steigen. Zu den Treibern zählen der schnelle Ausbau von KI-Rechenzentren, die Entwicklung des Marktes für Elektrofahrzeuge sowie die steigende Nachfrage durch industrielle Aktivitäten, Kühlung und digitale Infrastruktur.

Diese Entwicklung erhöht weltweit den Bedarf an fortschrittlichen Technologien, Systemen und Infrastrukturen für die Strom- und Energieversorgung. Vor diesem Hintergrund haben die Messe Frankfurt GmbH und der China Electricity Council ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Kooperation soll internationalen und chinesischen Akteuren den Zugang zu aktuellen Technologien für Stromversorgung, Nachhaltigkeit und Energieinfrastruktur erleichtern.

Nachhaltige Energielösungen gewinnen an Bedeutung

Parallel zum steigenden Energiebedarf rücken neue Energielösungen stärker in den Fokus. Länder und Regionen verfolgen das Ziel, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken und gleichzeitig ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.

Nach Angaben der IEA sollen nachhaltige Technologien zur weltweit größten Quelle der Stromerzeugung werden. Für 2026 wird ein Wachstum von acht Prozent prognostiziert. Auch in Europa soll die Elektrifizierung weiter vorangetrieben werden. Der EU Electrification Action Plan sieht vor, den Anteil von Strom am Endenergieverbrauch der Europäischen Union bis 2030 auf 32 Prozent zu erhöhen.

Mit dem weltweiten Bestreben, die Elektrifizierung auszubauen, wächst auch der Bedarf an neuen Technologien und Investitionen in die entsprechende Infrastruktur.

China baut seine Energieinfrastruktur aus

China spielt in dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Der Stromsektor des Landes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, begleitet von kontinuierlichen Investitionen in grüne Energie und nachhaltige Kapazitäten.

China überschritt 2026 als erstes Land eine installierte Stromerzeugungskapazität von vier Milliarden Kilowatt. Mehr als 60 Prozent der installierten Kapazität entfallen auf grüne Energie. Wind- und Solarenergie machen zusammen die Hälfte der gesamten installierten Leistung des Landes aus.

Auch bei der Entwicklung neuer Energietechnologien hat China seine Position ausgebaut. Mehr als 40 Prozent der weltweiten Patente im Bereich neuer Energien entfallen auf das Land. Gleichzeitig verfügt der chinesische Stromsektor über eine breite Basis eigener Lösungen in den Bereichen nachhaltige Energie, Modernisierung von Stromnetzen und Energiespeicherung.

Im Rahmen der Kooperation wollen CEC und Messe Frankfurt innovative chinesische Technologieanbieter mit internationalen Märkten verbinden. Damit sollen neue Geschäftsmöglichkeiten und Möglichkeiten für den Wissensaustausch entstehen, die zur Entwicklung saubererer, bezahlbarer und resilienterer Stromsysteme beitragen können.

Internationale Plattformen für den Energie- und Stromsektor

Beide Organisationen bringen unterschiedliche Kompetenzen in die Zusammenarbeit ein. Die Messe Frankfurt verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Organisation internationaler Fachmessen für verschiedene Branchen. Dazu zählen auch relevante Technologiebereiche wie Gebäude-, Fertigungs- und Elektroniktechnologien.

Der China Electricity Council bringt umfassende Branchenkenntnisse, die Zusammenarbeit mit chinesischen Regierungsstellen und ein weitreichendes Netzwerk innerhalb des chinesischen Stromsektors ein. Dieses umfasst Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Anwendungen auf Verbraucherseite.

Im Rahmen der Kooperation sollen Regierungsvertreter, Fachinstitutionen, Branchenorganisationen, Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette, Technologieanbieter und internationale Einkäufer zusammengebracht werden. Die Messe Frankfurt bringt dafür ihr internationales Netzwerk und ihre Ressourcen ein, während der CEC seine Branchenkenntnisse und sein Netzwerk nutzt. Gemeinsam wollen beide Organisationen weitere Möglichkeiten für Messen und Veranstaltungen rund um Energie- und Stromversorgung ausloten.

„Internationale Fachmessen spielen hier eine wichtige Rolle, insbesondere wenn es darum geht, China, das sich zu einem führenden Innovationsstandort für nachhaltige Energien und kosteneffiziente Infrastrukturtechnologien entwickelt hat, mit Regionen zusammenzubringen, in denen diese Lösungen besonders benötigt werden.“

Wolfgang Marzin

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