Welche Rolle spielen Wärmepumpen in einem erneuerbaren Energiesystem, und wie tragen sie zur Stabilität des Stromnetzes bei? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Panel-Diskussion, in der Expert*innen aus Politik, Industrie und Netzbetrieb die Bedeutung von Wärmepumpen für Lastverschiebung, die Integration in Energiemanagementsysteme und die Teilnahme an steuerbaren Marktmechanismen betonten.
Ein zentrales Thema war die Roadmap Systemstabilität, die Maßnahmen zur Anpassung des Stromnetzes an die Herausforderungen der Energiewende definiert. Eine wesentliche Herausforderung dabei ist die Harmonisierung nationaler und europäischer Vorgaben – insbesondere bei digitalen Schnittstellen, Steuerbarkeit und Sicherheitsstandards. Während Deutschland mit dem Smart Meter Gateway eine detaillierte Lösung verfolgt, erschweren unterschiedliche Ansätze in Europa die Interoperabilität.
Damit Wärmepumpen ihr volles Potenzial für ein stabiles Energiesystem entfalten können, müssen Industrie, Netzbetreiber und Politik gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln, die Systemstabilität, Verbraucherinteressen und wirtschaftliche Machbarkeit in Einklang bringen.
Dieses Panel wurde unterstützt von BDH - Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie
Im Panel diskutierten die folgenden Expertinnen und Experten aus Politik und Industrie:
Alexander Folz
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Referat IIIC4 - Systemsicherheit
Dr. Stephan Kolb
Director Public Affairs, Viessmann Climate Solutions
Peter Kellendonk
Vorstand EEBUS Initiative
Ali Yousefian
Senior Association Manager, Vaillant Group Programm Ende
Andreas Schlesier
Fachreferent Energie- und Netzwirtschaft, Stadtwerke München